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Eva Benetatou: Im Sommerhaus zum ersten Mal gewehrt

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Foto: Instagram / Eva Benetatou @eugen_dus

Eva Benetatou war bei einer Veranstaltung der „Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung“ (KWB-Stiftung) zum Thema „Gewalt im Alltag“ eine der Sprecherinnen. Das Thema wurde in einer ganztägigen Veranstaltung von allen Seiten beleuchtet. Eva berichtet bei „Promis und mehr“ welche Rolle sie bei dieser Veranstaltung übernommen hatte:

Ich habe über die verbale Gewalt gesprochen, die ich in der Schule erlebt habe: Ausgrenzung, Beleidigungen, Diskriminierungen, mir wurde die Brille von der Nase geschlagen, ich wurde ausgebuht als Schul-Sängerin.

Eva Benetatou

Wie weitreichend diese Erlebnisse waren, schildert Eva sehr plastisch:

Man hat sich nie getraut, sich im Unterricht zu melden, weil man Angst hatte etwas Falsches zu sagen und dass man dann ausgelacht wird. Ich wurde wegen meinem Äußeren ausgegrenzt, es haben sich Gruppen gebildet und gemeinsam gegen mich gestellt.

Eva Benetatou

Eva Benetatou: Im Sommerhaus kam alles wieder hoch

Eva Benetatou berichtet, dass sie teilweise heulend von der Schule nach Hause gerannt sei, aber auch dass sie in ihrer Mutter einen Menschen in ihrem Rücken hatte, der sie immer wieder aufgebaut habe und der ihr immer wieder Kraft, Rückhalt und Stärke gab.

Und im Sommerhaus habe ich auf einmal in einer Situation gesteckt, die mich an die kleine Eva erinnert hat, die fertig gemacht, beleidigt, bedroht und ausgegrenzt wurde. Aber diesmal habe ich mich nicht kleinkriegen lassen.

Eva Benetatou
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Eva Benetatou bei der KWB-Stiftung, Carsten Stahl war auch dabei – Foto: privat

Ihre ganzen schlimmen Erlebnisse seien im „Sommerhaus der Stars“ wieder hochgekommen:

Und im Sommerhaus war es dann eben so, dass ich mich dieser ganzen Sache gestellt habe und die Menschen mit diesem Verhalten selbst konfrontiert habe. Ich habe mir das nicht gefallen lassen, ich bin aktiv dahin gegangen und habe die Drohungen noch mal aufgegriffen, zum Beispiel die von Lisha damals.

Eva Benetatou

Diese neue Stärke hat Eva aus ihrer Sicht erst nach der Schule erlangen können. Beim Studium und bei ihrer Arbeit als Flugbegleiterin. Auch ihr Leben im Ausland habe dazu beigetragen. Dort habe sie Schritt für Schritt ihre eigenen Stärken wahrgenommen, während sie die unterschiedlichsten Anforderungen bewältigt habe.

Mein Selbstbewusstsein habe ich wieder gewonnen durch die Erfahrungen, die nach der Schule kamen, zum Beispiel berufliche Erfolge. Das hat mich wiederbelebt und deshalb konnte ich im Sommerhaus auch dastehen und dagegen halten. Natürlich war ich oft an meinen Grenzen und es ging mir auch nah. 

Eva Benetatou

Eva Benetatou: Vom Opfer zum Coach?

Auch vor dem „Sommerhaus der Stars“ hat Eva Benetatou schon andere Erfahrungen gemacht, die sehr unschön waren, nämlich digitale Gewalt nach ihrer Teilnahme beim Bachelor. Auch diese Erfahrungen waren bei der KWB-Stiftung Thema:

Wir haben auch viel über digitale Gewalt gesprochen. Bei mir fing die Karriere genauso an, indem ich viel verbale Gewalt über Facebook und Instagram erhalten habe. Nachrichten, Beleidigungen, Drohungen, weil ich eben der Norm nicht entsprochen und Wahrheiten gesagt habe.

Eva Benetatou

Besonders beeindruckt bei der gesamten Veranstaltung hat Eva Benetatou übrigens dieses Zusammenspiel von Wissenschaftlern und Betroffenen, die dann aber ihre Erlebnisse in Stärke verwandeln konnten und heute dastehen und anderen helfen. Genau das erlebt Eva selbst auch, berichtet sie. So werde sie immer wieder gefragt, ob sie nicht vielleicht als Coach arbeiten möchte, um anderen Gewaltopfern zu helfen, diese Stärke aufzubringen, sich dagegen zu stellen.

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Foto: Instagram / KWB-Stiftung

Wie wichtig das ist, zeigte der Vortrag von Professor Dr. Ingo Schäfer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Professor zeigte auf, welche Langzeitfolgen frühere Belastungen mit sich bringen. Und demnach leiden Menschen zum Beispiel ihr ganzes Leben, wenn sie während der Kindheit Gewalt ausgesetzt waren. Zu den Langzeitfolgen gehört, dass diese Menschen mit 60 Jahren wesentlich häufiger unter Krankheiten wie Krebs und Diabetes leiden und eine frühere Sterblichkeit.

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