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„Princess Charming“: Empörung über Statement zu möglichem Missbrauch vor der Kamera

JoWikiAaronTitel
Aaron, Wiki und Johanna - Screenshots: YouTube/Princess und Prince Charming, Instagram/Johanna

Prince-Charming-Kandidat Aaron Koenigs gehört zu den vielen Kritikern

Bei „Princess Charming 2021“ soll es zu einem sexuellen Übergriff auf Kandidatin Johanna (Jo) gekommen sein. Als Täterin wurde von Jo Kandidatin Wiki genannt, die diese Tat sogar eingeräumt hatte. Da stellte sich die Frage, warum das der Produktion nicht aufgefallen war, die schließlich das Geschehen per Kamera verfolgte. Jetzt gab es auf dem offiziellen Instagram-Account von „Princess und Prince Charming“ ein Statement. Doch das sorgt für Empörung.

In dem Statement heißt es:

Wir haben die Schilderungen aus Jos Instagram-Video sehr ernst genommen und sie seitdem intensiv aufgearbeitet.

Dazu haben wir mit beiden beteiligten Personen in der vergangenen Tagen Kontakt aufgenommen und – da es sich um den Vorwurf einer Straftat handelt – auch Jurist:innen eingeschaltet. Ein unabhängiger Anwalt für Strafrecht ist jetzt – nach Überprüfung des kompletten Rohmaterials inklusive des Interviews vom nächsten Tag – in einem Gutachten zu der Auffassung gekommen, dass das Bildmaterial „eindeutig für eine Einvernehmlichkeit spricht“ und „eine strafbare (gegebenenfalls versuchte) sexuelle Nötigung (…) bzw. eine sexuelle Belästigung (…) nicht belegbar sind“.

Wir bedauern sehr, dass Joe die Situation anders empfindet und sie sie offenbar belastet und werden auch weiterhin das Gespräch mit ihr suchen. Wir haben ja außerdem bereits angeboten, ihr – oder einer Vertrauensperson – das Material zu zeigen und ihr eine unabhängige Person zur Aufarbeitung zur Seite zu stellen. Gleiches gilt für Wiki.

„Nein heißt nein“ – das nehmen wir grundsätzlich Ernst. Und wir werden uns natürlich auch daraufhin überprüfen, wie wir unsere bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen noch weiter optimieren können. Dazu gehört aber auch, dass wir unsere Kandidat:innen vor nachweislich falschen Darstellungen in der Öffentlichkeit schützen.

Charmings.official

PrincessCharming
Screenshot: Instagram/Charmings.official

„Princess Charming“: Der Haken an diesem Statement

Der grundsätzliche Fehler in diesem Statement ist, dass die Produktion durch einen Rechtsanwalt natürlich überprüfen lassen kann, ob ihr selbst etwas vorzuwerfen ist. Da könnte es ja um unterlassene Hilfeleistung oder ähnliches gehen. Und dazu können Anwälte natürlich klar sagen, ob der Produktion hier rechtlich ein Vorwurf gemacht werden kann oder nicht.

Aber Jurist:innen sind nicht für forensische Untersuchungen ausgebildet. Das heißt, die Einschätzung, ob möglicherweise ein sexueller Übergriff vorlag oder nicht, sollten natürlich entsprechende Sachverständige vornehmen.

Die Formulierung „nachweislich falsche Darstellung“ ist daher in diesem Zusammenhang extrem problematisch, da sie ein mögliches Opfer diffamieren könnte.

Entsprechend sind auch die Reaktionen. In den Kommentaren ergreift unter anderem Prince-Charming-Kandidat Aaron Koenigs das Wort:

Hä, aber Opfer schildert die Situation sei XY verlaufen und Täterin gibt es so auch zu — wer ist dieser Mann, den ihr da engagiert habt, der das nun besser zu wissen scheint???

Gewisse Nuancen, die eine (Un-)Einvernehmlichkeit implizieren, kann man vielleicht auch von außen über eine Kamera in einem gedimmten Raum nicht hinreichend sichten? Das fängt nämlich nicht erst da an, wo jemand hilferufend um sich schlägt.

Wieso wird hier dem Opfer fortwährend der Wahrheitsgehalt abgesprochen? Ist euch bewusst, was das mit einer betroffenen Person machen kann???

Aaron Koenigs
JoPrincessCharming2
Screenshot: Instagram/Johanna

„Princess Charming“ – Weitere Kommentare zum Statement

  • Am Tag gegen Gewalt gegen Frauen?! Really?!? (von Kontrajunkie)
  • Der Teil mit der Einvernehmlichkeit ist durchaus sehr seltsam. Wenn Opfer und Täterin beide vom Fehlen dieser sprechen, frage ich mich ernsthaft wie das Princess-Charming-Team da was anderes attestieren kann. (von UnicoYoutube)
  • Ist das Satire? Ich kann’s nicht fassen, dass ihr das ernst meint! Schämt euch! (von ferrovito)
  • Ich dachte es geht nicht mehr schlimmer! Dass sich ein Außenstehender das Recht raus nimmt darüber zu entscheiden, ob es einvernehmlich war oder nicht! Anwalt hin oder her, wie sehr wollt ihr denn noch in die Wunde drücken und Opfer entmündigen?! Ich bin schockiert und enttäuscht.
  • Für alle Betroffenen Personen von s*xualisierter Gewalt: Es tut mir leid, dass ihr das hier so lesen musstet.
  • Wie kann man denn sagen, dass das Bildmaterial „eindeutig für eine Einvernehmlichkeit“ spricht und „eine strafbare (ggf. versuchte) sexuelle Nötigung (…) bzw. eine sexuelle Belästigung (…) nicht belegbar sind“, wenn die Täterin offen zu gibt, dass es sich die Tat wie von Jo beschrieben zugetragen hat und die Handlungen von Jo nicht gewollt waren und deutlich verneint worden sind. Es handelt sich dabei um einen sexuellen Übergriff. Es braucht hier doch keinerlei Beweisführung mehr, wenn die Täterin vollständig geständig ist und zu ihrem Fehlverhalten in dieser Situation steht. Ihr solltet euch schämen nicht hinter Jo zu stehen und zu zugeben, dass ihr Mist gebaut habt und die ganze Situation einfach falsch behandelt habt.
    Ihr schuldet vor allem Jo eine Entschuldigung für die ganzen Umstände!!

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