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Foto: Instagram / Jürgen Milski
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Jürgen Milski: Ausraster wichtige Grenze für das Reality-TV?

„Big Brother“ hat Grenzen überschritten und Jürgen war dabei. Warum also jetzt diese Befindlichkeiten? Ein Kommentar:

Jürgen Milski platzte der Kragen als er beim „Kampf der Realitystars“ die Spucke von anderen trinken sollte. Jetzt wird diskutiert: War das übertrieben oder absolut in Ordnung? Jürgen Milski selbst feiert sich als einen Helden, der dafür gesorgt hat, dass Reality-TV nicht völlig abgleitet und die Würde der Kandidaten völlig ignoriert.

Auf der einen Seite ist Jürgen Milski nicht bei allen so beliebt wie er glaubt. Irgendwie scheint er vergessen zu haben, dass er zwar ein Urgestein der allerersten „Big Brother“-Staffel ist, aber nicht der Sieger war. Von Anfang an bildeten sich bei der ersten BB-Staffel zwei Lager: Etwas hart ausgedrückt, standen die „Prolls“ auf der Seite von Jürgen und Slatko, die eher intellektuellen Zuschauer fanden das Team um Alex Jolig wesentlich sympathischer.

Und viele, die Jürgen in der ersten Staffel sahen, hatten beim „Kampf der Realitystars“ ein Déjà-vu als sich Jürgen im Beliebtheitsranking auf Platz 1 sah und feststellen musste, dass die Zuschauer ganz anders gewählt hatten. Genau so war es damals bei der ersten Staffel von „Big Brother“ im Finale, als ein völlig verdutzter Jürgen feststellen musste, dass nicht er, sondern John zum Sieger gewählt worden war.

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Fotos: Instagram / Sandy Fähse, Melissa Damilia, Johannes Haller

Ein einfaches NEIN reichte Jürgen Milski nicht

Zurück zu seinem Ausraster. Bei „Punkt 12“ auf RTL erklärte Moderatorin Roberta Bieling am Freitag, wie erstaunt sie über Jürgens Verhalten sei. Sie kenne Jürgen seit langem durch verschiedene Interviews und sie sei davon ausgegangen, dass Jürgen einer der ausgeglichensten Menschen der Welt sei, ein Mann, den nichts aus der Ruhe bringen könne. Deshalb hätte sie Jürgens Schreien, Schimpfen, Treten und Fluchen extrem verwundert. Er hätte doch einfach das Spiel verweigern können, befand Roberta.

Doch dieser Fall liegt anders. Bei aller Selbstverliebtheit von Jürgen und auch wenn er selbst sein größter Fan ist, es war genau richtig, bei so einer drastischen Grenzüberschreitung, die den Kandidaten wirklich jeden Rest von Würde rauben sollte, auch einmal richtig auf den Tisch zu hauen. Schließlich hat Jürgen damit erreicht, dass die anderen Kandidaten diese ekelerregende Aktion ebenfalls verweigerten, von den Zwillingen Yana und Tayisiya mal abgesehen.

Noch schlimmer ist, dass die Dreharbeiten Februar und März 2020 stattfanden, zu einer Zeit, als Corona ausgebrochen war. Das hatte Annemarie Eilfeld gerade auf Instagram der Produktion vorgeworfen und scharf kritisiert.

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Foto: Instagram / RTLzwei

Jürgen Milski besteht auf seiner Würde

Von daher hat der selbstverliebte Jürgen mit seiner Aktion tatsächlich eine sehr wichtige Grenze gezogen und es ist zu hoffen, dass dieser Ausraster bei den Produzenten aller deutschen Reality-Formate auch ankommt. Denn ja, die Zuschauer wollen, dass die Kandidaten an ihre Grenzen gebracht werden, aber das müssen die Produktionen durch psychischen Druck erreichen.

Was sollte denn sonst als nächstes kommen? Vielleicht, dass die Kandidaten gegenseitig ihre Exkremente essen müssen? So etwas wollen die Zuschauer von Reality-TV nicht sehen. Die wenigen, die daran Interesse haben, werden von Pornoproduzenten bedient und genau dort gehört der Austausch von Körperflüssigkeiten gegen Geld auch hin.

Übrigens: Abgeschreckt hat Jürgen Milski das Erlebnis wohl nicht. Er befindet sich nach eigenen Angaben gerade bei den Arbeiten zu einem neuen TV-Format, das allerdings für die Konkurrenzsendergruppe rund um SAT.1 gedreht werden dürfte.

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