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Beispiel Til Schweiger: Expertenmeinung wann Alkoholismus beginnt – Es ist nicht die Menge

TilSchweigerTitel
Michael Kessler, Til Schweiger und Tina Ruland (v.l.) - Screenshot: SAT.1

„Ich bin kein Alkoholiker“, sagt Til Schweiger – Und will weiter kontrolliert trinken – Ist das möglich oder nur ein Ausdruck von Alkoholismus?

Til Schweiger hat durch sein Verhalten am Filmset und durch Instagramvideos für Aufregung gesorgt. Jetzt überrascht der Schauspieler und Regisseur durch eine ungewöhnliche Entschuldigung. Hat jemals eine öffentliche Person solche Fehler so schonungslos offen eingeräumt? Die Hochachtung von vielen Menschen ist Til nach dieser Erklärung jedenfalls gewiss. Trotzdem trinkt er weiter Alkohol. Er kontrolliert nach eigenen Angaben aber die Menge. Ab wann ist ein Mensch Alkoholiker? Das wird von einem Experten am Beispiel von Til genau erklärt:

Im SAT.1-Frühstücksfernsehen erklärt am Freitag Prof. Dr. Frank Godemann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, dass es auf der einen Seite schwierig sei, diese Frage zu beantworten, weil Alkohol in der Gesellschaft an vielen Stellen so positiv bewertet werde und es einen fließenden Übergang vom Genuss zur Sucht gebe. Dennoch kann der Professor klare Erkennungsmerkmale für ein Alkoholproblem benennen:

Wenn jemand keine Kontrolle über seine Handlung hat, Dinge tut, die er bei klarem Verstand nicht machen würde. Laut wird, in extremer Form, Auto fährt, Leute anbrüllt und das in Verbindung mit Alkohol, muss man schon sagen, dann hat derjenige erstmal ein Alkoholproblem.

Prof. Dr. Frank Godemann

Die Aussagen von Menschen am Filmset, die Angst vor Til hatten, weisen für den Suchtexperten schon darauf hin, dass Til ein Problem haben könnte:

Wenn er im Vorfeld in größeren Mengen Alkohol getrunken hat, das weiß ich natürlich nicht, aber wenn dem so sein sollte, dann hat er ganz klar an der Stelle ein Alkoholproblem.

Prof. Dr. Frank Godemann
TilAlkohol
Til Schweiger feierte gerne – Screenshot: SAT.1

War Til Schweiger lange Zeit zu mächtig für Kritik?

Es sei oft so, dass Freunde und Familie sich damit schwer tun, ein solches Problem anzusprechen, weiß der Professor. Denn es sei mit einem Konflikt zu rechnen:

Und man muss immer sagen, je „mächtiger“ jemand ist, desto mehr Widerstand und Gegenwind erwartet man natürlich. Und desto weniger Freude darüber, dass man eine ehrliche Rückmeldung gibt. Das ist zumindest die Gefahr und, glaube ich, gut nachvollziehbar.

Prof. Dr. Frank Godemann

Es gebe aber einen Unterschied von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit. Trifft davon etwas auf Til zu? Er selbst hat angekündigt, künftig sei bei ihm nach zwei Gläsern Schluss.

Zu dieser Strategie sagt der Suchtexperte, dass dies möglich sei:

Wenn er zu einer Gruppe von einem Prozent gehört, ist es denkbar. Aber aus meiner Sicht ist das Unsinn. Ein Merkmal der Alkoholproblematik ist ja der Kontrollverlust, gerade das nicht aufhören können, nach zwei Bier, zwei Wein und so weiter. Und wenn das häufiger aufgetreten ist, dann sollte die Familie und wer auch immer demjenigen klar sagen, das ist Quatsch, du machst dir was vor. Das ist eine Illusion.

Prof. Dr. Frank Godemann
TilExperte
Der Suchtexperte analysiert Til Schweiger – Screenshot: SAT.1

Wenn eine Problematik bestehe, fange die Verantwortung vor dem Trinken an, so der Professor. Aus seiner Sicht bestehe sogar eine moralische Pflicht zur Abstinenz.

Das SAT.1-Frühstücksfernsehen läuft immer montags bis freitags von 5.30 bis 10 Uhr und sonntags von 9.00 bis 11 Uhr. Auf Joyn können die meisten Interviews gestreamt werden.

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