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Michael Wendler erklärt Niederlage: Richter ausgetauscht

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Michael Wendler beschäftigt wieder die deutsche Justiz. Diesmal prozessierte er gegen Timo Berger und verlor - nachzulesen hier - Fotos: TVNOW, Instagram / Timo Berger

Michael Wendler erklärt seine Niederlage vor dem Landgericht Hamburg mit Unwahrheiten. Die Tatsachen verleugnet Wendler auch beim Urteil und findet absurde Erklärungen. So behauptet Wendler, dass das Urteil nur deswegen gegen ihn gefällt worden sei, weil der Richter ausgetauscht worden sei. Er werde in Deutschland von der Justiz angegriffen.

Wendler wörtlich:

Vielleicht hat das auch politische Gründe.

Michael Wendler

Dann spielt Wendler die ganze Geschichte herunter. Es gehe um nicht viel. Jetzt könne eben Timo Berger behaupten, dass er eine Reise bei ihm gebucht habe.

Da stellt sich die Frage, wenn es nicht um viel gegangen ist, warum hat Wendler sich dann die Mühe gemacht und die Kosten auf sich genommen, zu klagen? Weil genau diese Aussage der wichtige Knackpunkt ist.

Und obwohl Wendler selbst die Klage angestrengt hatte, behauptet er nun, die Verhandlung sei völlig überflüssig gewesen und Timo Berger habe darauf bestanden. Er hätte ja einfach die einstweilige Verfügung akzeptieren können.

2. Niederlage in einer Woche

Michael Wendler hat gerade erst den Sitzungshaftbefehl aus Dinslaken zu verdauen, schon kam am Freitag die nächste Klatsche für den Verschwörungstheoretiker. Diesmal vom Landgericht Hamburg.

Um kurz vor 15 Uhr bestätigte uns Gerichtssprecherin Pia Böert:

Die Kammer hat vor wenigen Minuten ein Urteil verkündet.

Sie hat die einstweilige Verfügung aufgehoben und den zu Grunde liegenden Antrag zurückgewiesen.

Pia Böert, Gerichtssprecherin

„Promis und mehr“ hat natürlich auch nach der Urteilsbegründung gefragt. Das ist die Antwort der Gerichtssprecherin:

Eine Begründung kann ich Ihnen nicht geben, weil in solchen Fällen immer nur der Tenor verkündet wird. Das ist das, was ich Ihnen gerade gesagt habe.

Die Begründung liefert das Gericht nach. Die Urteilsbegründung wird erst später verfasst.

Pia Böert

Michael Wendler hatte die die einstweilige Verfügung schon als Urteil gefeiert

Und wieder einmal hatte der Verschwörungstheoretiker Michael Wendler die Unwahrheit verkündet. Denn, zur Erinnerung, der Mann, der gerade der Richterin in Dinslaken erklären will, wie deutsches Recht funktioniert, hatte die einstweilige Verfügung im Januar als Urteil gefeiert. Das Ganze kann in dem „Promis und mehr“-Artikel: „Die Wahrheit über Michael Wendlers angebliches Urteil“ nachgelesen werden.

Denn im Januar hatte Wendler auf Instagram, damals hatte er Instagram noch, tatsächlich unverschämterweise Folgendes verkündet:

Timo Berger verurteilt

Michael Wendler
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Foto: Instagram / Michael Wendler

Und er forderte sogar die Medien auf, ihre angeblich unwahre Berichterstattung zu korrigieren und die Artikel zu löschen. Dabei gab es kein Urteil sondern eben nur eine einstweilige, also vorläufige (!) Verfügung, die natürlich nur so lange gilt, bis eben ein Urteil gesprochen ist. Was nun geschehen ist.

„Promis und mehr“ hatte im Januar sofort beim Hamburger Landgericht nachgefragt und von dem Pressesprecher Dr. Kai Wantzen folgende Erklärung für die Hintergründe der einstweiligen Verfügung erhalten:

Gegenstand der einstweiligen Verfügung, die mit Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 25. Januar erlassen wurde, ist ein Halbsatz in einem vom Antragsgegner aufgenommenen Videobeitrag, der bei Instagram am 4. Dezember 2020 gepostet wurde.

Die fragliche Äußerung („gebucht hast du es Mitte April“), die der Antragsgegner (Anm.d.Red.: Timo Berger) nach dem Beschluss unterlassen muss,  bezieht sich auf einen mutmaßlichen Auftrag, aus dem die vom Antragsgegner geltend gemachte Forderung in Höhe von rund 30.000 Euro resultieren soll.

Die Äußerung kann jedenfalls so verstanden werden, der Antragsteller persönlich habe den Auftrag erteilt und sei deshalb Schuldner der Forderung.

Hierzu hat der Antragsteller glaubhaft gemacht, tatsächlicher Auftraggeber sei eine Firma (Anm.d.Red.: Die Firma seiner Tochter Adeline), deren Angestellter er sei und über die für ihn auch schon in der Vergangenheit gebucht worden sei, so dass er nicht persönlich Schuldner sei.

Dr. Kai Wantzen, Gerichtssprecher

Ohne die Begründung des aktuellen Urteils zu kennen, dürfte aber auf der Hand liegen, welche Brisanz in diesem Urteil stecken könnte. Ist das vielleicht das Ende von dem Geschäftsmodell von Michael Wendler, bei dem bisher immer die Gläubiger mit leeren Händen dastanden?

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Das hätte Timo Berger damals nie gedacht, wie diese Freundschaft enden würde. – Foto: Instagram / Timo Berger

Michael Wendler: Timo Berger äußert sich zu dem Urteil

Unvorstellbar, wie bitter es für Timo Berger gewesen sein muss, wenn statt dem Bezahlen der Rechnung Schmähungen und Beschuldigungen erfolgten.

Und das sagt nun Timo Berger gegenüber „Promis und mehr“ zu dem Urteil:

Die Erleichterung ist natürlich groß, denn es lag, vor der Entscheidung des Gerichts, ein gewisser Druck auf mir.

Denn wie bekannt ist, hat ja Michael Wendler den Erlass der einstweiligen Verfügung im Januar schon zum Anlass genommen, mich als Lügner darzustellen.

Er hat groß bei Instagram gepostet, dass ich verurteilt worden bin und daher ist jetzt wirklich die Freude und die Erleichterung sehr groß.

Wir werden jetzt, aufgrund der Entscheidung vom Gericht, prüfen, inwieweit wir weitere zivilrechtliche Schritte einleiten können, um jetzt wirklich Michael Wendler auch zum Bezahlen der Forderung bewegen zu können.

Timo Berger

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