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Kasia Lenhardt: Rüge vom Presserat für die BILD

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Foto: Instagram / Adrianna Lenhardt

Kasia Lenhardt wurde von der BILD kurz vor ihrem Tod in mehreren Artikeln regelrecht zerfetzt. Jetzt haben zwei dieser Artikel über Kasia der BILD Rügen des Presserates eingebracht. Das verkündete am Dienstag das NDR-Magazin ZAPP auf Instagram. Über den schlimmsten Artikel mit dem Titel „Boateng rechnet mit seiner Ex ab“ hatte „Promis und mehr“ mehrfach berichtet. Der zweite Artikel, der gerügt worden sein soll, trägt den Titel „Die privaten Nachrichten von Kasia an Boatengs Ex“. Da lässt sich schon am Titel ablesen, wofür BILD gerügt wurde.

In der Abrechnung von Jerome Boateng mit Kasia hatte der Fußballer schreckliche Vorwürfe gegen die junge Mutter erhoben. So hatte er behauptet, dass Kasia ihn zu der Beziehung erpresst habe, dass sie depressiv sei und ein massives Alkoholproblem habe. ZAPP zitiert den Presserat so:

Körperliche und psychische Erkrankungen gehören zur Privatsphäre, über die nicht ohne Zustimmung der Betroffenen berichtet werden soll.

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Foto: Instagram / Adrianna Lenhardt

Kasia Lenhardt: Welche Konsequenzen hat das für die BILD?

Durch die Rüge kann der Presserat BILD dazu zwingen Fehler zuzugeben. Vor allem aber ist die BILD verpflichtet, die Rüge zu veröffentlichen. Das ist natürlich eine Situation, die den meisten Medien extrem peinlich ist. Ob das bei BILD ebenso ist, bleibt offen. Denn eigentlich sind diese Rügen bei BILD trauriger Alltag, so ZAPP:

Im Jahr 2020 kassierte die BILD allein 22 Rügen vom Presserat.

Sie musste sie auch veröffentlichen.

Das ist fast die Hälfte ALLER Rügen, die der Presserat an die Medien aussprach.

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Foto: Instagram / ZAPP

Kasia Lenhardt: Die Verantwortlichen kommen davon

ZAPP hatte für einen sehr sehenswerten Beitrag zum Thema „Kasia Lenhardt“ den Medienanwalt Matthias Prinz befragt. Und der hatte gesagt, dass er Kasia geraten hätte Unterlassungserklärungen und Schmerzensgeld von BILD und Jerome Boateng einzufordern.

Doch nach zwei Wochen, in denen Kasia durch die schrecklichen Vorwürfe einem entsetzlichen Shitstorm ausgesetzt war, hatte sie sich das Leben genommen. Und weil nur die Betroffene selbst Schmerzensgeld einklagen kann, so ZAPP, bleiben die Verantwortlichen in dieser Hinsicht ungesühnt.

Übrigens, Stand jetzt, Dienstag, 15. Juni, 15 Uhr, sind die Artikel in der BILD immer noch online.

Telefon-Seelsorge

Wer unter Depressionen leidet, findet in der Telefon-Seelsorge eine erste Anlaufstelle, die auch noch jederzeit erreichbar ist. Hier sind alle Kontaktdaten aufgeführt:

In eigener Sache:

„Promis und mehr“ engagiert sich gegen Cybermobbing.

Daher werden beleidigende oder abwertende Kommentare nicht mehr akzeptiert.

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