GNTM 2026 ist nur ein Beispiel – Es nervt, dass aktuell fast immer die Gewinner schon vorher bekannt sind!
Ein Kommentar der Autorin Sigrid Schulz
„Germany’s next Topmodel“ (GNTM) hat in diesem Jahr die Gewinner schon vor dem Finale bekannt gegeben. Und das soll keine Panne, sondern Absicht gewesen sein.
Da gab es am Donnerstagabend bei ProSieben eine wirklich beeindruckende Show. Heidi Klum hatte im Finale die ganz großen Stars an ihrer Seite. Wenn auch teilweise wirklich nur ganz kurz. Dazu gehörten Sharon Stone, Sängerin Nicole Scherzinger, Demi Lovato, Adriana Lima und Winnie Harlow.
Doch es gab einen gewaltigen Schönheitsfehler. Was für eine ärgerliche Panne! Die Finalisten bekommen ja traditionell eine Titelseite, inzwischen bei „Harper’s Bazaar“. Die aktuelle Ausgabe ging an die Abonnenten, aber schon vor der Ausstrahlung der aufgezeichneten Show. Und daher ging blitzschnell durch das Netz, dass Ibo und Aurélie GNTM 2026 gewonnen haben.

Copyright: ProSieben/Max Montgomery
GNTM-Leak: Die haarsträubende Erklärung von ProSieben
Jetzt passieren natürlich überall Fehler. Wir sind alle Menschen. Mir hat bei dieser Nachricht im ersten Moment ProSieben von Herzen leid getan. Doch jetzt zitiert die BILD den ProSieben-Sprecher Christoph Körfer so:
Es gibt viele Strategien von ProSieben und seinen Partnern, um Spekulationen anzuheizen. Das ist eine davon. Lassen Sie sich gerne überraschen, was am Donnerstag im #GNTMFinale passiert.
Wenn das stimmt, dann finde ich das einfach extrem unfair.

Copyright: ProSieben/Max Montgomery – Das Finale kann auf Joyn gestreamt werden
Lasst den Zuschauern doch bitte die Spannung!
Mittlerweile ist es ja so, dass wirklich nur noch bei ganz wenigen Live-Shows die Spannung erhalten bleibt. Früher war es nur die BILD, die, zum Beispiel, regelmäßig die Sieger vom „Kampf der Realitystars“ (KDRS) schon vor dem Finale veröffentlichte. Übrigens mit einem Foto vom jubelnden Sieger, weshalb ich davon überzeugt bin, dass die BILD diese Infos regelmäßig mit Absicht erhalten hatte.
Aber inzwischen gibt es ja diese zeitversetzte Veröffentlichung. Zuerst beim jeweiligen Streamingdienst, also, zum Beispiel, RTL+ und JoynPlus und dann eine Woche später im TV. Ich kann verstehen, dass die Sender Geld verdienen wollen und auch müssen. Aber diese Lösung ist absolut ätzend.
Es wäre ja okay, wenn die Sendungen in den Streaming-Diensten eine Stunde vorher laufen. Aber eine Woche? Da ist die Nachricht komplett durch das Netz gegangen. Kaum jemand, der im Internet unterwegs ist, kann vermeiden, dass er diese Info bekommt und ihm damit die Spannung genommen wird.
Für mich als Journalistin ist das auch richtig ärgerlich. Schreibe ich darüber, sobald es raus ist, dann sind die TV-Zuschauer nicht interessiert den Artikel zu lesen. Schreibe ich, wenn die TV-Ausstrahlung gelaufen ist, dann ist das für die Streamer kalter Kaffee.
Ich wünsche mir dringend eine andere Lösung! Was denken die Leser darüber?
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