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Kim Virginia und Nikola Glumac: Wurde ihre „Stalkerin“ zu 21 Monaten verurteilt?

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Kim und Nikola - Screenshot: Instagram/Kim Virginia

Ein Kommentar der Autorin Sigrid Schulz

Als Kim Virginia bekannt gab, dass sie ihre Tochter durch eine stille Geburt verloren habe, war die Aufregung im Netz groß. Zum einen gab es natürlich Follower, die mit Kim und Nikola trauerten. Aber es gab auch viele Stimmen, die an der Version von Kim zweifelten. Dabei tat sich ein bestimmter Account ganz ungewöhnlich eifrig hervor.

Dieser Account wurde unter einem Frauennamen geführt, aber kein echter Name, weil die Verfasserin anonym bleiben wollte. In Videos zeigte sie sich nicht und verzerrte ihre Stimme. Sie behauptete allerdings, dass sie eine Familienangehörige von Kim sei.

Mit großem Erfolg, denn ihre Aussagen wurden sogar teilweise in der Presse zitiert. Bei den heftigen Anschuldigungen gegen Kim ging es in erster Linie darum, dass behauptet wurde, dass es die Fehlgeburt so niemals gegeben habe. Auch würde es Strafanzeigen gegen Kim geben. Unter anderem wegen Kindeswohlgefährdung.

Kim selbst hatte betont, dass niemand, der hinter diesem Account stecke, zu ihrer Familie gehöre.

Kim Virginias angebliche Familienangehörige vor Gericht

Der große Hype um die angebliche Familienangehörige endete erst, als es hieß, es sei in Wirklichkeit die Österreicherin Sanela G., die unter anderem wegen dem Vorwurf des Spendenbetrugs verhaftet worden sei. Seit dem gibt es keine angeblichen Enthüllungen mehr von dieser Seite.

Und jetzt wurde die Österreicherin Sanela G. zu 21 Monaten Haft verurteilt. Von den 21 Monaten muss G. sechs Monate absitzen. Diese Zeit gilt allerdings durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Außerdem muss G. in Psychotherapie.

Nach Auffassung des Gerichts hat G. unter anderem nach einem Amoklauf an einer Schule Spenden gesammelt. Davon soll sie nur einen kleinen Bruchteil an die Hinterbliebenen weitergeleitet und den Rest in die eigene Tasche gesteckt haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Kim und Nikola – Screenshot: Instagram/Kim Virginia

Was wir alle aus dem Fall Kim Virginia lernen sollten

Ich finde, dass wir alle grundsätzlich bei anonymen Quellen vorsichtiger sein müssen. Leider werden die Tech-Milliarde wohl niemals zulassen, dass sich jeder im Netz verifizieren muss. Klar, dann würden wahrscheinlich bis zu 90 Prozent aller Accounts wegfallen.

Aber es ist doch eine echte Horror-Vorstellung, dass aktuell jeder damit rechnen muss, dass irgendein Fake-Account Lügengeschichten verbreiten kann. Und dabei geht es ja nicht „nur“ um Promis, sondern vor allem auch um Politik.

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Nikola und Kim sorgen immer wieder für Aufregung – Screenshots: Instagram/Nikola Glumac, Kim Virginia

Mein Rat: Wer nicht mit offenem Visier an den Start geht, sollte immer angezweifelt werden. Da kann jeder Mist behauptet werden, ohne dass die Gefahr einer Strafanzeige groß ist und teure Abmahnungen von Anwälten unbedingt befürchtet werden müssen.

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