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Problem Cybermobbing: 3 Fragen – 9 Promis antworten

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Fotos: Instagram, Matthias Mangiapane, Ginger Costello Wollersheim, Ennesto Monte, Ikke Hüftgold, Walentina Doronina, Die Pharos

Mit Mobbing werden fast alle Promis konfrontiert. „Promis und mehr“ hat gefragt, wie es den Promis damit geht und wie sie damit umgehen. Dabei gibt es gute Tipps, wie jeder Betroffene mit Hatern im Netz umgehen kann. Und es gibt sogar ein TV-Angebot für Hater. Hier sind die spannenden Antworten von Ikke Hüftgold, Ennesto Monte, Matthias Mangiapane, Hubert Fella, den Pharos (Michaela Scherer und Martin Bolze), Walentina Doronina, Bert Wollersheim und Ginger Costello-Wollersheim.

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Ikke Hüftgold alias Matthias Distel und Martin Bolze mit Michaela Scherer alias „Die Pharos“
Fotos: SAT.1, Instagram / Die Pharos

Frage 1 zu Cybermobbing:


Was hast Du am Anfang gedacht und empfunden und hat sich Deine Einstellung mit der Zeit geändert?

  • Ikke Hüftgold: „Mobbing, Kritik und Hate haben mich früher natürlich mehr getroffen als heute. Ich bin 44 mittlerweile, ein gestandener Künstler in meinem Bereich und ich habe dann gelernt mit Hate umzugehen, indem ich das ignoriert oder mit Satire drauf geantwortet habe. Und Ignoranz ist das Beste, wie man Hate gegenübertreten kann. So bekommt man in meinen Augen auch Mobber dann lahmgelegt.“
  • Ennesto Monte: „Mobbing ist grundsätzlich ein gesellschaftliches Problem. Ich war seit meiner Kindheit gegen Mobbing und werde immer gegen Mobbing sein. Davor die Augen zu verschließen, ist einfach feige und unmenschlich.“
  • Martin Bolze: „Ich fand’s wie eine schlechte Comedy, da ich die ersten Angriffe, die ich lesen musste, überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich habe mich aber damit arrangiert, dass es Menschen sind, die ihre eigene Unzufriedenheit in solchen Hates, die oftmals diffamierend, haltlos und unbegründet sind, widerspiegeln, durch Neid, Missgunst und dem eigenem Unvermögen, für sich selbst etwas zu erreichen.“
  • Bert Wollersheim: „Ich habe unkonstruktive Hasskommentare nie ganz verstanden. Ich meine, was möchte derjenige damit erreichen? Ich denke, dass es Existenzen sind, welche wenig erreicht haben… mit sich selbst und ihrem Leben unzufriedene, armselige Geister. Da braucht man gerne ein Ventil. An mir ist das jedenfalls abgeprallt. Man braucht sich ja nur die Profile anschauen… meistens ohne Gesichter. Also ein Foto der Katze, dem Hund oder dem Auto (welches er gerne hätte). Für die ist meine Message „ Friede sei mit dir!“
  • Ginger Costello-Wollersheim: „Am Anfang war ich sehr betroffen und habe oft geweint. Ganz langsam ist es dann etwas besser geworden, weil Bert viel mit mir geredet hat. Er hat mir dann die Profile von den Hatern gezeigt und mich immer wieder gefragt, ob mir klar ist, wem ich da Aufmerksamkeit widme. Und dass ich das nicht zulassen darf. Und vor allen Dingen diesen Dummköpfen keine Plattform geben darf. Er sagt, einfach ignorieren dann ärgern diese Menschen sich am meisten. Inzwischen klappt es immer besser und ich verschwende kaum noch Zeit damit. Obwohl ich mich insgeheim schon ab und an ärgere.“
  • Walentina Doronina: „Ich persönlich frag mich immer, was die Leute mit Hate-Nachrichten bei mir bewirken wollen. Ich lach‘ da drüber und rate den Leuten sich Hilfe zu suchen. Konstruktive Kritik nehme ich gerne an, aber Beleidigungen und eklige Nachrichten finde ich einfach nur armselig. Negative Leute haben auf meinem Account nichts zu suchen und werden blockiert.“
  • Matthias Mangiapane: „Am Anfang habe ich mir das alles sehr zu Herzen genommen. Gerade dann, wenn auch noch meine Familie, mein Mann meine Mutter oder mein Bruder mit darunter gelitten haben.“
  • Hubert Fella: „Am Anfang, als wir so Hater hatten, habe ich mir das zu Herzen genommen. Aber jetzt überhaupt gar nicht mehr. Ich lösche die Kommentare und blockiere diejenigen auf unseren Seiten und seitdem ist es auch ziemlich ruhig. Wir haben fast gar keine Hater mehr. Es ist ganz normal, zwischendrin ist immer mal einer, aber ganz selten.
  • Michaela Scherer: „Ich konnte schon zu Beginn der Goodbye-Deutschland-Dreharbeiten sehr schwer damit umgehen, Dinge zu lesen wie, dass wir Fratzen seien, die durch unser Aussehen auch als Ledergürtel besser ungebracht in der Sonne liegen sollten oder bezogen auf die Teilnahme am Sommerhaus, dass wir, wegen unserem Benehmen dort, lieber tot sein sollten, damit man auf uns urinieren kann. Sie würden uns auch das Gift zukommen lassen, damit wir verrecken. Es sind häufig auch Beleidigungen, Niederträchtigkeiten, die ich in dieser Form von niemandem aus meinem Umfeld jemals gehört habe. Jetzt, durch das oft sehr anonyme Hating, kam schon eine andere zuerst nicht zu verstehende Situation und Qualität auf mich zu.“
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Hubert Fella, Matthias Mangiapane und Ennesto Monte (v.l.)
Fotos: Instagram / Matthias Mangiapane, Ennesto Monte

Frage 2 zum Cybermobbing:

Ist es von Deiner Tagesform abhängig, ob und wie sehr Dich Hate trifft?

  • Ennesto Monte: „Ich habe habe keine Hater. Die Menschen, die über mich schlecht schreiben, verstehe ich vollkommen. Was sollen sie über mich sonst denken, wenn sie nur schlecht über mich lesen. Es hat mit Tagesform nichts zutun. Ich bin immer für einen Dialog.“
  • Michaela Scherer: „Natürlich belastet es in einem Moment, indem man sich selbst durch eigene Fähigkeiten oder berufliche Belastung zudem nicht sonderlich wohl fühlt. Aber in der Regel lese ich die Dinge, die dann in Form von Hatermails oder Cybermobbing an mich gelangen, überhaupt nicht mehr. Also sind die Frustausbrüche für mich nicht relevant.“
  • Ginger Costello-Wollersheim: „Ich denke schon, dass es von meiner Tagesform abhängt, ob ich cool bin oder am liebsten antworten möchte. In der Regel schaffe ich es auch (Berts Gesetz), weil ich verstanden habe, dass diese Typen soviel Zeit haben und nur auf der Lauer liegen, um Menschen zu beleidigen. Sorry … einfach nur Pack.“
  • Walentina Doronina: „Man kann es den Menschen nie recht machen. Wir leben in einer Neidgesellschaft. Egal was man postet, es gibt immer jemanden, der etwas zu meckern hat.“
  • Matthias Mangiapane: „Nein, heutzutage nicht mehr. Es gab eine Zeit, in der es an meiner Tagesform lag, ob ich darunter gelitten habe, mir Gedanken gemacht habe und auch Zweifel an mir und meiner Person hatte. Heute lasse ich sowas nicht mehr an mich ran. Ich weiß, wer ich bin und dass es Menschen gibt, die hinter mir stehen und mich lieben und mögen, genauso wie ich bin. Zudem zeige ich den privaten Matthias so gut es geht nicht in der Öffentlichkeit, denn der private Matthias ist ruhig, sensibel und sehr verletzlich.“
  • Bert Wollersheim: „Ich weiß nur, dass ich mit solchen Menschen nichts anfangen kann. Ich verabscheue dumme, niveaulose Typen. Wenn zum Beispiel jemand schreibt, du alter verknitterter Mann, dann denke ich nur, dass ich hoffe, dass derjenige nie alt wird und dann solchen Menschen begegnet.“
  • Ikke Hüftgold: „Ja, ich bin einer der Leute, die Kommentare nicht lesen. Ich bin und war es ja immer gewohnt, auch durch meine Musik, durch meine Provokation mit meiner Musik. Ich bin ja sehr umstritten als Ikke Hüftgold, zumindest bin ich das oft gewesen. Von daher gibt’s keine schlechtere und keine gute Tagesform, es juckt mich nicht. Es sei denn, es geht natürlich gegen meine Familie, da bin ich wie ein Tier und wenn es im Falle, wie hier aktuell dann gegen schutzbedürftige Menschen geht, dann werde ich sowieso zur Wildsau. Aber was mich angeht, bin ich relativ relaxt.“
  • Martin Bolze: „Nein, meine eigene Tagesform ist nicht entscheidend , wie ich solche dummen Zeilen interpretiere.“
  • Hubert Fella: „Mich trifft gar kein Hater mehr. Ich bin da ziemlich raus und mich belastet das auch nicht mehr. Die können schreiben, was sie wollen: Blockieren und weg.“
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Ginger Costello-Wollersheim mit Bert Wollersheim und Walentina Doronina bei „Ex on the Beach“
Fotos: Instagram / Ginger Costello-Wollersheim, TVNOW

Frage 3 zum Cybermobbing:

Wenn Du einem Deiner schlimmsten Hater gegenüber stehen würdest: Was würdest Du ihm sagen?

  • Hubert Fella: „Ein Hater würde mir nie gegenüberstehen, weil das alles Fake Profile sind, mit Fotos von Katzen, Hunden oder Pferden. Die würden mir nie gegenüberstehen und würden mir nie selbst irgendwas sagen. Deswegen hatte ich bis jetzt noch nie jemanden, der mir gegenüberstand.“
  • Ikke Hüftgold: Ja, das hatte ich auch schon. Also ich würde ihm dann mein herzliches Beileid ausdrücken und würde ihm freundlich in die Augen schauen und kleines Lächeln bekäm er von mir auch und dann würde ich aber meine Aufmerksamkeit keine Sekunde weiter der Kollegin oder dem Kollegen widmen.“
  • Bert Wollersheim: „Fahr zur Hölle… oder… ich wünsche dir den Frieden … Amen / Inshallah.“
  • Matthias Mangiapane: „Ich habe in der Tat schon einige persönlich vor mir gehabt und habe diese Personen direkt auf ihre Haterkommentare angesprochen. Witzig ist, dass die Personen nicht damit rechnen, dass man sie anspricht, das Stottern beginnen und versuchen sich rauszureden und dann das Weite suchen. Denn anonym im Netz sind sie alle stark und haben einen großen Mund, aber sowie man Face to Face vor ihnen steht, verstummen sie und sind nicht mehr so stark wie im Netz. Ich bin froh, dass ich so stark bin, dass ich über diesen Hatern stehe. Aber andere sind nicht so stark wie ich und leiden sehr darunter und gehen an sowas kaputt. Darüber sollten sich Hater mal Gedanken machen, wie sie einer Person, die labil ist, Schaden zufügen, der bis hin zu Depressionen führen kann.“
  • Walentina Doronina: „Würde ich Ihm beste Genesung wünschen. Das sind nur Internet-Rambos, mich hat noch nie jemand dumm auf der Straße angesprochen.“
  • Ginger Costello-Wollersheim: „F*ck dich!“
  • Martin Bolze: „Ich nehme ja ab und an, wenn es zu hart wird, Kontakt auf und lade den Schreiber ein, mit mir vor die Kamera zu treten, diese Dinge zu wiederholen und darüber zusprechen, wie er zu dieser Meinungsäußerung kommt. Leider gibt es dann immer Ablehnung. Obwohl ich eigentlich eine generelle Zusage eines Senders dafür habe, wenn ich drei dieser wortreichen Schreiber und geistreichen Hater finden würde.
  • Michaela Scherer: „Ich würde ihm sagen, dass ich für ihn nur Mitleid empfinde.“
  • Ennesto Monte: „Nach dem Sommerhaus der Stars habe ich einige Beleidigungen ertragen müssen. Einen Typen habe ich dann in Berlin erkannt und ihn angesprochen. Das hat einfach meine Theorie bestätigt. Es sind unsichere Menschen, die sich durch anonyme Beleidigungen stärker fühlen. In Wahrheit sind es verlorene Existenzen, ohne Selbstbewusstsein.“

Kommentare

Antworten
  1. Ich habe sehr aufmerksam die Kommentare gelesen . Bis vor kurzem hatte ich noch sehr oft mit Hatern zu tun . Menschen die an meinem starken Selbstbewusstsein so geackert haben das sogar eine Beziehung daran scheiterte . Ich war 32 Jahre ,Woche für Woche auf der Buehne trotzdem konnte ich nie mit umgehen.
    Liebe Kollegen egal wer von euch versucht es weg zu schieben aber im insgeheimen ist es present .
    Es hat mich so gebeutelt mit Anfeindungen Unterstellungen das ich alles und Alle gelöscht habe. Für mich
    selbst auch das Land verlassen habe und nun sehr zurück gezogen auf Mallorca lebe.
    Das ist das erste mal seit langer Zeit das ich mich mal zu einem Thema äußere. Leute nehmt es nicht auf die leichte Schulter ,seit stark damit ihr nicht daran zerbrecht.

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