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Bundeswehr: Verstümmelung von Schweinen – PETA Apell an AKK

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Foto: Jørn Stjerneklar/Mayday Press ©

Die Tierrechtsorganisation PETA will endlich die grauenhaften Praktiken der Bundeswehr stoppen und gibt Folgendes bekannt:

PETA fordert Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer auf, Verstümmelungen der Bundeswehr an lebenden Schweinen einzustellen

Berlin / Stuttgart, 14. Dezember 2020 – Heute Morgen wandten sich PETA Deutschland und PETA USA in einem Schreiben an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und forderten sie erneut auf, der Verstümmelung lebender Schweine und der anschließenden Tötung der Tiere im sogenannten „Live Tissue Training“ (LTT) der Bundeswehr ein Ende zu setzen. Im LTT sollen Kriegsverletzungen bei Menschen nachgeahmt werden.

Diese Praxis steht nach Aussage der Tierrechtsorganisationen im Widerspruch zum Tierschutzgesetz und der Richtlinie 2010/63/EU, die besagt, dass Tierversuche nur genehmigt werden dürfen, wenn keine anderen Methoden vorhanden sind. In einem weiteren Brief fordern die Tierrechtsorganisationen die Genehmigungsbehörde dieser LTT – das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Potsdam – heute auf, ihre Genehmigung zurückzuziehen.

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Militärische Übung an Schweinen – Foto: Jørn Stjerneklar/Mayday Press ©

Bundeswehr: Grauenhafte Methoden trotz besserer Alternativen

PETA Deutschland und PETA USA verweisen in ihrem Schreiben auf Studien, die belegen, dass Übungen an humanrelevanten Modellen denen an lebenden Tieren überlegen sind. Bereits rund zwei Drittel der NATO-Länder verwenden diese Modelle. Die Tierrechtsorganisationen stehen dazu seit 2016 mit dem Bundesministerium der Verteidigung in Kontakt. 2017 hatte das Ministerium PETA USA gegenüber versichert, die Nutzung von Tieren im LTT vollständig beenden zu wollen, „sobald geeignete Simulationsmodelle verfügbar sind“. Und 2019 sicherte das Ministerium der Tierrechtsorganisation eine „genaue Prüfung“ tierfreier Modelle zu.

Dazu sagt die Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA Deutschland:

„Schweine fühlen Angst und Schmerz wie wir – es steht uns nicht zu, sie als lebendige Übungsobjekte zu missbrauchen. Zudem sind tierfreie Methoden wie Simulatoren menschlicher Patienten realitätsnäher und bringen bessere Ergebnisse hervor. Was in den meisten NATO-Staaten Standard ist, sollte auch in Deutschland umsetzbar sein.

Gemeinsam mit PETA USA fordern wir das deutsche Verteidigungsministerium auf, diese Praxis einzustellen und auf eine moderne Simulationstechnologie umzustellen. Wir verurteilen es aufs Schärfste, dass die Bundeswehr in ihren Fortbildungen weiter Tiere missbraucht.“
 

Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA Deutschland

Schweine haben eine andere Anatomie als Menschen, sodass diese Übungen an lebenden Tieren nicht realitätsnah sind. Hochmoderne Hightech-Simulatoren menschlicher Körper, die „atmen“ und „bluten“ können, oder auch VR-Technologien, sind effektiver, ethisch vertretbar und wirtschaftlicher.

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Militärische Übung an Schweinen – Foto: Jørn Stjerneklar/Mayday Press ©

Schluss mit Tierversuchen auch außerhalb der Bundeswehr


Die Tierrechtsorganisation setzt sich auf allen Ebenen gegen Tierversuche ein: So haben Wissenschaftler von PETA Deutschland und ihren internationalen Partnerorganisationen unzählige wissenschaftliche Studien zusammengetragen, die das Scheitern von Tierversuchen verdeutlichen. Gleichzeitig haben sie eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen entwickelt, um den medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt voranzutreiben: den „Research Modernisation Deal“. Damit bietet PETA einen Leitfaden für die Umsetzung einer längst überfälligen Ausstiegsstrategie aus verschwenderischen Tierversuchen zugunsten von tierfreien Methoden, die für den Menschen relevante Ergebnisse hervorbringen.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner Form ausbeuten. Schon 2010 überzeugten PETA Deutschland und PETA USA die deutschen Aufsichtsbehörden, Anträge der U.S. Army Europe auf die Durchführung von LTT für in Deutschland stationierte amerikanische Soldaten abzulehnen, da die Übungen gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen.

Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen und zwei Petitionen:


PETA.de/Bundeswehr-Op-Kurse-Petition

wissenschaft-statt-tierversuche.de/

Kommentare

Antworten
  1. Stoppt bitte, bitte, alle Tierquälerei !! Wir sind in der XXI. Jahrhundert angekommen und verhaltet sich der Mensch(heit) immer noch als primitive, idiotische, Barbar, Perverse – Psychophat. Es ist ein Schande Mensch zu sein.

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