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PETA warnt vor illegalem Welpenhandel zur Weihnachtszeit

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Foto: PETA Deutschland

Von der Tierrechtsorganisation PETA kommt folgende eindringliche Warnung:

Auswertung zeigt: Internetangebote mit der „Ware Tier“ auf rekordverdächtigem Niveau

Illegaler Welpenhandel: Profite auf Kosten von Tierkindern: Seit der Coronakrise floriert der Handel mit Hundebabys in ganz Deutschland. Nachdem wegen der Krise die Grenzen im März teilweise geschlossen wurden, war der Handel zuerst massiv eingebrochen. Nach den Grenzöffnungen im Juni zog er dann umso stärker wieder an.

Zur Weihnachtszeit ist jetzt eine noch größere Zahl an Welpenverkäufen auf Online-Plattformen zu beobachten. Auf fünf der großen einschlägigen Internetportale wurden Stand 17. Dezember insgesamt 16.311 Welpen angeboten.

PETA warnt davor, dort Tiere zu kaufen: Viele der angebotenen Welpen stammen von kriminellen Händlern, die die Hunde oft illegal nach Deutschland bringen. Hier angekommen, werden sie dann auf Straßen, an Bahnhöfen oder in extra angemieteten Verkaufswohnungen verkauft. Oft sind die Jungtiere schwer krank und sterben nach wenigen Tagen im neuen Zuhause. PETA fordert ein Verkaufs- und Angebotsverbot von Lebewesen auf Online-Portalen, nur so kann auch der illegale Handel gestoppt werden.

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Jungtiere aus illegalem Welpenhandel in Berlin – Foto: PETA Deutschland

Illegaler Welpenhandel: Statt Freude Weihnachtstrauer

Dazu sagt Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA:

„Über 46.000 Hundewelpen werden jeden Monat innerhalb der EU gehandelt. Ein Großteil dieser Hunde ist weder ausreichend registriert noch geimpft und wird somit illegal, meist aus osteuropäischen Ländern, eingeführt. Die Dunkelziffer an gehandelten Tieren dürfte noch weitaus höher liegen.“

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA

Weder für die Tiere noch für die Menschen sei so ein Kauf gut, erklärt Jana Hoger:

„Die kriminellen Händler nutzen das Weihnachtsgeschäft, um möglichst viele Welpen über diverse Internetportale zu verkaufen.

Wir warnen ausdrücklich vor Hundekäufen im Internet, denn oftmals kann nicht nachvollzogen werden, woher die Tiere wirklich stammen. Aus dem Weihnachtsgeschenk wird Weihnachtstrauer, wenn der kleine Welpe schwer krank ist, hohe Tierarztrechnungen mit sich bringt oder sogar stirbt. Tiere sind keine Ware und keine Weihnachtsgeschenke.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA
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Foto: PETA Deutschland

Illegaler Welpenhandel: Die Mütter leiden Höllenqualen

Hintergrundinformationen

Die meisten im Internet gehandelten Welpen stammen aus Osteuropa. Oft sind sie krank, verwurmt, ungeimpft und voller Parasiten. Die langen Transportwege schwächen die Tierkinder zusätzlich.

Die Muttertiere werden auf Welpenfarmen wie Gebärmaschinen behandelt und erleiden tagtäglich enorme Qualen. Teils sitzen sie ohne Tageslicht und in ihren eigenen Fäkalien in engen Käfigen und sind oft von schweren Hautkrankheiten befallen. Die Muttertiere werden nur zu einem Zweck gehalten: laufend Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr produktiv, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt.

Allein der Profit macht den Handel mit der „Ware Tier“ so attraktiv. Auch in Deutschland hat PETA zahlreiche Fälle tierquälerischer Hundezuchten aufgedeckt. Menschen, die einen Vierbeiner aufnehmen möchten, sollten immer ein Tierheim besuchen und dort einen tierischen Mitbewohner adoptieren.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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