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„Plötzlich arm, plötzlich reich“ – Ikke Hüftgold dankt SAT.1

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Fotos: Instagram / SAT.1, Ikke Hüftgold

„Plötzlich arm, plötzlich reich“ ist Geschichte, das gab SAT.1 mit einer Entschuldigung auf Instagram bekannt. Trotzdem kassiert der Sender viele kritische Kommentare. Ikke Hüftgold dagegen, der mit seinem emotionalen Bericht über die Dreharbeiten, die Diskussion ausgelöst hatte, bedankte sich in einem Kommentar unter dem Post des Senders.

Ikke (Matthias Distel) schreibt:

Danke SAT.1! Ich weiß, dass ihr, genau wie die Familie, ImagoTV und ich mit meinem Team, emotionale Debatten geführt habt, abwägen musstet und wir alle unsere Fehler eingestehen mussten!

Ich wünsche mir senderübergreifend eine sachliche öffentliche Debatte, die nur ein Ziel haben darf… das Wohl der Kinder nicht den finanziellen Interessen unterzuordnen!

Es ist ein Anfang und ich wünsche mir, dass es ein dauerhaftes Thema bleibt! Bei euch Medien, in der Politik und bei jedem Einzelnen von uns!

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Foto: SAT.1

„Plötzlich arm, plötzlich reich“ – SAT.1 will nicht gegen Ikke Hüftgold vorgehen

Mit dem Wort „Entschuldigung“ hatte SAT.1 eine weitere Stellungnahme eingeleitet. Die dritte übrigens, zu diesem Fall. Dem Sender wurde von Ikke Hüftgold vorgeworfen, dass er gemeinsam mit der Produktionsfirma Imago TV traumatisierte Kinder für die Quote missbrauche. Jetzt will SAT.1 Konsequenzen ziehen. „Plötzlich arm, plötzlich reich“ wird komplett eingestellt und das erklärte der Sender auf Instagram so:

SAT.1 hat entschieden, die Sendung „Plötzlich arm, plötzlich reich“ mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Die Aufarbeitung des letzten Drehs von „Plötzlich arm, plötzlich reich“ läuft noch. Es steht aber außer Frage, dass hier Fehler passiert sind, für die wir die Öffentlichkeit und die Familie um Entschuldigung bitten.

Doch damit ist es nicht getan. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Sendung nicht mehr zu dem SAT.1 passt, das wir gemeinsam mit und für unsere Zuschauer:innen weiterentwickeln wollen. Deshalb wird es keine neuen Folgen geben. Deshalb werden wir gedrehte Folgen nicht zeigen.

An oberster Stelle steht das Wohl der Kinder und der Familie, mit der wir in engem Austausch stehen. Auch in den Monaten, die vor uns liegen, werden wir die Familie bestmöglich in ihrem Sinne finanziell und menschlich unterstützen.

Es war und ist niemals Ziel von SAT.1 Menschen zu verletzen. Wir stehen für Unterhaltung mit Herz. Zu unserem Selbstverständnis gehört die Bereitschaft, Dinge zu verändern und uns zu verbessern. Daran werden wir weiterhin arbeiten.

SAT.1

Auf kritische Kommentare antwortete SAT.1 so:

Wir lesen eure zahlreichen Kommentare, das Lob, die Kritik. Danke an alle, die sachlich kommentieren. Es tauchen ein paar Dinge auf, die wir gerne aufgreifen wollen:

Wir hätten die Folgen nie ausgestrahlt. Das war in dem Moment klar, als der Dreh abgebrochen wurde. Das war bevor Matthias Distel alias Ikke Hüftgold an die Öffentlichkeit gegangen ist.

Wir, SAT.1, haben ihn auch nicht verklagt und verlangen auch kein Geld von ihm.

SAT.1

Ikke Hüftgold hatte erklärt, dass er gegen SAT.1 und Imago TV Anzeige erstattet habe. Laut DWDL hat Imago TV Ikke eine Unterlassungsklage zukommen lassen.

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Fotos: Instagram / Ikke Hüftgold, Pixabay / Myriam-Fotos

Kommentar der Autorin Sigrid Schulz

Es ist leicht über SAT.1 zu richten und es ist ja auch wirklich ein Unding, dass traumatisierte Kinder für Realityformate missbraucht werden. Aber hinter der heftigen Kritik und Empörung steckt auch eine gewisse Bigotterie. Schließlich sind es wir Zuschauer, die einerseits gerne Reality-Formate konsumieren, auf der anderen Seite aber keine Geduld haben, wenn nicht ständig etwas Sensationelles passiert.

Formate wie „Big Brother“ finden nicht mehr genug Zuschauer, weil da nicht soviel eingegriffen und gepfuscht werden kann. Dabei gibt es doch kaum etwas Spannenderes als die menschliche Psyche. Anhand solcher Formate ist es möglich den Menschen in ungeahntem Ausmaß zu studieren. Keine Universität oder Forschungseinrichtung könnte es sich leisten, Menschen drei Monate oder sogar ein ganzes Jahr rund um die Uhr zu beobachten und zu filmen.

Wichtig ist dabei, dass es sich um erwachsene Menschen handelt, die sich bewusst und freiwillig für eine Teilnahme entschieden haben.

Aber wir Zuschauer setzen die Macher zu sehr unter Druck. Sie sollen das wahre Leben zeigen und trotzdem soll immer ganz viel passieren. Streit, Emotionen, Skandale. Wenn die Produktionen nur sehr ausgeglichene Menschen casten, dann wird es den Zuschauern zu langweilig. Um mal einen ganz harten Vergleich zu ziehen: Es ist ein bisschen so, als würden sich die Konsumenten von Kinderp*rnographie über die Hersteller empören. Dann steht der Kritiker zwar vor sich selbst gut dar, in Wirklichkeit ist er aber der Anlass dafür, dass so etwas produziert wird.

Kommentare

Antworten
  1. Das Promis und mehr Statement zu der Entscheidung von Sat1 trifft den Nagel auf den Kopf. Danke für diesen sehr guten Artikel !!!!!!

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