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Tipp: Der Alptraummann – Die krasseste Crime-Doku der Welt

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Foto: TVNOW

Mit „Der Alptraummann“ hat es TVNOW geschafft tatsächlich die krasseste „True Crime Doku“ der Welt anzubieten. Produziert wurde „Der Albtraummann“ übrigens von „99pro Media“, das ist die Produktionsfirma, die auch für „Goodbye Deutschland“ verantwortlich ist. Und das ist kein Zufall, denn „Goodbye Deutschland“ spielt bei den unfassbaren Verbrechen tatsächlich eine Rolle.


2018 lässt sich die 25-Jährige Julia dabei begleiten, wie sie mit Sven H. nach Lappland auswandert. Was Julia zu Beginn der Dreharbeiten nicht ahnt, der Mann an ihrer Seite ist ein brutaler Psychopath, dessen Weg endlos viele Opfer pflastern. Vor allem für Frauen ist Sven brandgefährlich. 

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Die vierteilige True-Crime-Reihe „STERN CRIME: Der Alptraummann“ erzählt die unglaubliche Geschichte einer jungen Frau und ihres Verlobten Sven, die in Lappland ein neues Leben beginnen wollen. Doch was als Aufbruch in eine glückliche Zukunft beginnt, endet in einer Tragödie. Foto: TVNOW

Behörden unterstützten zunächst den Alptraummann


Das Besondere an dieser Doku ist natürlich zum einen, dass „Goodbye Deutschland“ bei dieser Auswanderung gedreht hat. Wenige Wochen später wurde Sven H. mit internationalem Haftbefehl gesucht. Eine weitere Besonderheit ist, dass es gelungen ist, viele weitere Opfer von Sven vor die Kamera zu bekommen. Zwei Ex Frauen packen aus, und zwei Kinder, die inzwischen zwar erwachsen sind, aber durch ihren Vater extrem geschädigt wurden.


Zum Beispiel Cedric, dessen Mutter darüber berichtet, wie Sven ihr wenige Wochen vor der Geburt mit der Faust in den Bauch schlug. Und davon, wie er es tatsächlich mit Hilfe der Behörden schaffte, ihr den Sohn vom 2. Bis zum 8. Lebensjahr zu entziehen. Obwohl er ihn nicht einmal zur Schule schickte. Erst nach 6 Jahren Kampf und als Sven sich wegen Betrugs und Bigamie verantworten musste, griffen die Behörden ein und befreiten den Sohn aus den Klauen von Sven H.

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Cedric H., der Sohn des Täters – Foto: TVNOW

Holger Siefert: Der heldenhafte Gegenspieler des Alptraummannes


In jeder guten Geschichte gibt es auch einen Helden und der Held in dieser Geschichte ist ganz klar Holger Siefert, der Vater von Julia. Denn dass Julia heute noch lebt und dass Sven H. daran gehindert wird seine furchtbaren Verbrechen endlos weiter fortzusetzen, das geht ganz eindeutig auf das Konto von Holger Siefert.

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Julias Vater Holger Siefert – Foto: TVNOW


Er informierte die Polizei darüber, dass die verschwundene Mutter von Sven H. nicht in Schweden bei seiner Tochter lebt. Die Leiche der Mutter wurde schließlich in ihrem Haus in Deutschland einbetoniert in einer Blumenbank gefunden. Sven H. ist inzwischen wegen Totschlags an seiner eigenen Mutter zu 13 Jahren Haft verurteilt.


Der Täter hatte sein ganzes Leben kaum gearbeitet, sondern hatte im Wesentlichen die Frauen ausgenommen, mit denen er zusammen war. Aber auch seine eigene Mutter wurde geschröpft bis zu dem Tag, an dem sie nicht mehr bezahlen wollte und konnte, was wohl ihr Ende bedeutete. 

Der Alptraummann: Eine Küche wurde sein Verhängnis


Der über 20 Jahre jüngeren Julia gegenüber hatte sich Sven als Millionär ausgegeben. Julias Vater hatte schon früh Verdacht geschöpft. Dass nicht jeder Millionär mit teuren Klamotten protzen muss, hätte er sich vorstellen können. Aber nicht vorstellbar war für den Vater das reparaturbedürftige Gebiss mit schiefen Zähnen. 

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Julia und ihr Verlobter Sven wollen in Lappland ein neues Leben beginnen. (Archivmaterial aus 2018) Foto: TVNOW


Die Masche von Sven H. war immer gleich. Er bediente sich eiskalt an den Konten seiner Frauen und Freundinnen. Tatsächlich hatte er das auch bei Julia schon begonnen, als die Dreharbeiten in Lappland für „Goodbye Deutschland“ stattfanden. Eine angeblich gekaufte Küche wurde Sven dann aber zum Verhängnis. Er behauptete, dass er eine Küche für über 10 000 Euro gekauft habe, die dann aber nicht geliefert wurde. Der Vater fragte bei dem Möbelhaus nach und nach dieser eindeutigen Lüge von Sven begann er mit seinen Nachforschungen.

Drei Stunden Gänsehaut und Tränen


Die Doku besteht aus vier Teilen, die jeweils ca. 45 Minuten dauern. Und in dieser Zeit ist wirklich von der ersten bis zur letzten Minute Gänsehaut pur angesagt. Teilweise werden viele Zuschauer auch mit den Tränen kämpfen, wenn sie die unglaublichen Schilderungen der Opfer und Beobachter hören und sehen. Übrigens kommt auch Sven H. selbst zu Wort. und das nicht nur während der Doku für „Goodbye Deutschland“, wo er eiskalt in die Kamera lügt.

Zum Beispiel behauptet er da, er habe so viel gearbeitet, dass er bisher noch nie Zeit für Heirat und Kindern gehabt habe. Die Wahrheit ist, dass er sogar viermal verheiratet war und auch vier Kinder hat. Für Sven H. ist übrigens sein dementer Vater am Tod der Mutter schuld.

„Der Alptraummann“ bekommt eine uneingeschränkte Empfehlung und ist vielleicht auch etwas für diejenigen, die sonst kein TVNOW streamen und sich über Ostern für fünf Euro diese spannenden drei Stunden gönnen wollen.

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