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Mutmaßliches Vergewaltigungsopfer von Wedel im Hungerstreik

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Screenshot: YouTube/Jany Tempel

Der einstige Kultregisseur Dieter Wedel soll angeblich Jany Tempel vergewaltigt haben. Jany wollte den Fall nicht anzeigen, doch die Entscheidung wurde ihr aus der Hand genommen. Das ist viele Jahre her. Dem mutmaßlichen Täter ist bisher nichts passiert, obwohl die Münchner Staatsanwaltschaft im März 2021 offiziell Anklage erhoben hatte.

Jetzt versucht sich Jany auf eine verzweifelte Art zu wehren. In Thailand hat sie sich in einem Käfig und in einen Hungerstreik begeben. Und die ganze Welt kann über YouTube live dabei zuschauen.

Hier geht es zum Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=jUU2vIwTE5E

Und dies ist der offene Brief, denn Jany Tempel zu ihrer Verzweiflungsaktion veröffentlicht hat:

Sehr geehrte Justiz – Verantwortliche und Politiker*innen,

seit fast fünf Jahren wissen wir von den vielen schweren Vorwürfen gegen den Regisseur Dieter Wedel, der seither unbehelligt in der Sonne Mallorcas lebt, als wäre nichts gewesen. Seit Jahrzehnten ist öffentlich und sogar aktenkundig bekannt, dass diese Person ein brutaler Serienvergewaltiger und Menschenquäler ist.

Ich habe im Zuge der #Metoo-Bewegung 2017 die Demütigung auf mich genommen und den Journalistinnen des ZEITmagazins meine Vergewaltigungsgeschichte erzählt und andere Betroffene und Zeug*innen vermittelt.

Artikel: IM ZWIELICHT und DER SCHATTENMANN

https://janytempel.com/zeit-dieter-wedel-im-zwielicht/embed/#?secret=mOyLlL3vRz#?secret=UG8KlKiHyf

https://janytempel.com/zeit-online-der-schattenmann/embed/#?secret=LuG9uew8pu#?secret=2gvFYxfwL8

Sexuelle und sexualisierte Missbrauchs- und Gewalttäter*innen zerstören die Leben ihrer Opfer. 

Aber damit nicht genug: Gerät man als Opfer in ein (deutsches) Strafverfahren, zerstört das Justizsystem, hinter dem verantwortliche Menschen stehen und agieren, die letzten Kraftreserven, die ein traumatisierter Mensch noch übrighaben kann.

Opfer, die in die Mühlen der Justiz geraten, sitzen mit Beginn strafrechtlicher Ermittlungen nicht nur in dem Gefängnis ihres Leids, sondern in einem Käfig, in dem sie handlungsunfähig begafft, beleidigt, bedroht und gemobbt werden. Sie leiden an schweren Folgeschäden, meist Depressionen und Angstzuständen. Sie verhungern an der Ignoranz von Justizverantwortlichen, wegen untätiger Bereitschaftsstellen und Ämter, nicht funktionierender Opferberatungsstellen, fehlender Therapieplätze und (ver)urteilender respektloser Gesellschaft und Presse. 

Mein Anwalt Dr. Alexander Stevens, sein Team und ich haben alles Menschenmögliche versucht, um bei Ihnen, den Verantwortlichen des Ermittlungs-und Strafverfahrens, Gehör und Relevanz zu finden. 

Nach so vielen Jahren täglicher Ungerechtigkeit und permanenter psychischer Körperverletzung, trete ich nun hiermit in Hungerstreik, bis Sie endlich auf mein und unser aller Anliegen eingehen und dieser permanenten Retraumatisierung ein Ende setzen.

Bitte sehen Sie zu, wie es mir in Ihrem Käfig geht, in dem Sie mich verhungern lassen! So ergeht es nahezu allen Betroffenen in unserem Justizsystem. Viele nehmen sich das Leben, weil Ihre Seelen daran zerbrechen. 

Ich zerbreche auch. Auf Raten.

Von Ihnen hingehalten mit leeren Argumenten, ich solle Verständnis für Ihre Arbeitsweise haben.

Dass Sie seit Jahren einen Schwerstkriminellen frei herumlaufen lassen, ist mir und vielen anderen unbegreiflich. 

Dass Sie mich, trotz all meiner jahrelangen Bitten dermaßen stoisch und ausdauernd ignorieren, betrachte ich als psychische Körperverletzung und somit kriminell. 

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Fotos: Instagram / Jany Tempel, Pixabay

Sehr geehrte Damen und Herren Verantwortliche,

gehen Sie heute Abend zu Ihrem Auto? Haben Sie vielleicht Ihre Kinder in Betreuung gegeben? Passen Sie auf. Ist Ihnen klar, dass es Sie auch jeden Moment erwischen kann? Sie, Ihre Liebsten, Ihre Kolleg*innen, Ihre Kinder, Ihre Familie. Dann ändert sich plötzlich Ihre Zeitrechnung.

Dann ist Ihr Leben völlig aus den Fugen und krank wie eine Krebsdiagnose, die Ihnen vermittelt: deine Realität ist gerade in der Hölle gelandet. Passiert Ihnen nicht?

Sollte es Ihnen und Ihrem privilegierten Umfeld noch nicht widerfahren sein und Sie, trotz der seit 2017 weiterhin explodierenden #Metoo-Bewegung immer noch kein Bewusstsein für diese menschenverachtenden Zustände entwickelt und keine Ahnung haben: es gibt inzwischen unzählige mutige und fleißige Betroffene, die unter schmerzhaftesten Bedingungen ihre Erfahrungen berichten und Aufklärungsarbeit leisten. Besuchen Sie die Arbeit auf den Instagram-Accounts wie beispielsweise die von Thomas Paschen @thomaspaschen_writer oder Julia von Weiler @julia_von_weiler @innocenceindanger oder unterschreiben Sie die Petition www.innn.it/consent-revolution von „Conversations on Consent“ @theconsentrevolution, lesen Sie Natascha Kampuschs Bücher @n.kampusch und klappen Sie verdammt nochmal die Akte Wedel auf, die voller unzähliger erschütternder Aussagen ist.

Fragen Sie sich gerade: Wer ist die Frau, die uns da gerade stresst? Gut so. Denn das zeigt auf, dass Sie sich vielleicht nur dunkel an Januar/Februar 2018 erinnern, als die Tagesschau Ihnen erzählt hat, dass #Metoo jetzt auch in Deutschland angekommen ist. Und schlagartig niemand mehr darüber berichtete.

Es wird seither zwar überall #Metoo diskutiert, – die Thematik ist inzwischen lukrativ und zur medialen Money-Factory geworden, aber Jany Tempel steht seither auf Platz Eins der schwarzen Liste, die die Betroffenen unter Einsatz ihrer Existenzen eigentlich abzuschaffen versuchen. 

Spätestens als mein Fall zum Politikum erklärt wurde, Frau Dr. Merkel meinen mutigen Schritt öffentlich billigte und die Journalisten, denen ich unter Lebensgefahr die Sensation geliefert hatte, Journalisten- und Reporterpreise dafür ernteten, müssen Sie doch über mich gestolpert sein, oder?

Nein? Sie erinnern sich immer noch nicht? Warum wohl nicht?  Kann ich Ihnen sagen.

Obwohl im Februar 2018 bekannt wurde, dass bis dato über 22 Frauen (hohe Dunkelziffer) betroffenen waren und sind, ist dieser Fall ganz schnell unter den ganz dicken flauschigen deutschen High-Society-Teppich unter jenem Designertisch gekehrt worden, an dem die kleine deutsche Medien- Justiz- und Politikgesellschaft ihre Egos, Karrieren und Bankkonten füttern.

Ich glaube Sie/sie haben es mit der typisch deutschen Methode, die Dinge zu ignorieren und auszusitzen geschafft mich in Vergessenheit zu verbannen. Sie scheinen jahrelang zu warten, dass entweder der steinalte Vergewaltiger stirbt, oder ich.

Dann wäre die unter dem Teppich schwelende Sache endlich aus der Welt und kein Hahn würde mehr danach krähen.  Können Sie haben.

Bitte sehen Sie auf YouTube zu, wie Sie Betroffene wie mich im wahrsten Sinne des Wortes permanent verletzten und quälen und im wahrsten Sinne des Wortes verhungern lassen.  Bitte sehen Sie mir wenigstens dabei zu. 

Eigentlich sollte ich Sie jetzt motivieren und laut rufen: Tun Sie was! Bekämpfen Sie die Vergewaltigungskultur, in der wir leben! Hören und sehen Sie hin! 

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Screenshot: YouTube/Jany Tempel

Begreifen Sie: Diese unzähligen Täter und Täterinnen müssen endlich entsprechend konsequent verfolgt und bestraft und therapiert werden, Opfer ausnahmslos geschützt und verteidigt. Gesetze müssen drastisch geändert und Mittel für Hilfeeinrichtungen bereitgestellt werden.

Aber ich bin müde. So unglaublich müde. Nahezu lebensmüde, – wie so viele in meiner Situation.

Das ist nun, nach diesen vielen Jahren der Ausweglosigkeit, Handlungsunfähigkeit, von Hoffnungsverlust und täglicher Folter meine letzte Botschaft an Sie: Schauen Sie wenigstens bei dem zu, was Sie mir und der Gesellschaft antun. Vergegenwärtigen Sie sich, wie meine Kinder, meine Familie und meine Freund*innen jahrelang mitleiden.

Sehen Sie zu, wie überlaufen die Psychiatrien sind, verantwortliches Personal in Burnouts steckt, Frauenhäuser überfüllt und Gewalt- und Mordstatistiken in inflationären Superlativen ersticken.

Wann begreifen Sie den Zusammenhang zu allen anderen Miss- und Kriegszuständen, die auf staatliche Raffgier, Bequemlichkeit und Korruption zurückzuführen ist? 

Bitte öffnen Sie sich eine Flasche Privileg Ihrer Wahl, klicken Sie auf meinen YouTube Kanal und sehen Sie mir zu!

https://www.youtube.com/channel/UCDjbF2CGZzPk7tb7vQgD9og

https://youtu.be/vqsYPyi4cNQ

Jany Tempel 

Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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