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Kevin Jenewein: „Euer Fehler wird mich für immer verfolgen“

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Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Drama um Kevin Jenewein nach dem DSDS-Finale – Schwere Vorwürfe gegen die BILD – Außerdem: Sexismus bei DSDS muss aufhören!

Kevin Jenewein hatte der Jury offensichtlich Sorgen gemacht. Das war sowohl im Halbfinale als auch im Finale bei den Bewertungen deutlich zu spüren. Der Grund waren Befürchtungen, dass Kevin es vielleicht psychisch nicht verkraften würde, wenn er den Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) 2021 nicht erringen kann. Jetzt hat Kevin tatsächlich Schwierigkeiten die Niederlage zu akzeptieren. Was die Situation für ihn zu Recht besonders heikel macht, ist ein BILD-Artikel der am Donnerstag vor dem Finale erschienen war. Der Titel lautete: „Schummel-Verdacht vor DSDS-Finale! Welcher Kandidat plötzlich einen Riesen-Vorteil hat“.

Dabei ging es darum, dass nicht alle Finalsongs in der Nacht von Donnerstag auf Karfreitag um Mitternacht bei Spotify veröffentlicht worden waren, sondern nur der Song von Kevin. Und in diesem Artikel stand unter anderem der Satz:

Beim Finale am Samstag können die Verkäufe und Aufrufe der Songs mit in die Bewertung der Juroren Thomas Gottschalk (70), Mike Singer (21) und Maite Kelly (41) einfließen. Klarer Vorteil also für Kevin!

Thomas Kielhorn BILD
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Foto: Instagram / Kevin Jenewein

Dieser Artikel war natürlich sofort von zahlreichen anderen Medien aufgegriffen und in ähnlicher Form veröffentlicht worden.

Fakt ist, dass die Zahl der Verkäufe und Aufrufe bei Spotify nicht in die Jurybewertung eingeflossen ist. Die Jury ist ja nicht völlig verblödet und wusste natürlich, dass nicht alle Songs gleichzeitig veröffentlicht worden waren.

Kevin Jenewein ist völlig verzweifelt

Jetzt mag so mancher Leser denken, Kevin hat nicht gewonnen, er soll sich einfach damit abfinden. Aber so einfach ist es tatsächlich nicht. Kevin veröffentlichte auf Instagram, dass tatsächlich dazu aufgerufen wurde, seinen angeblichen Vorteil zu kompensieren:

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Foto: Instagram / Kevin Jenewein

Und dieser Wortlaut wurde von mehreren Medien (Come on, Extratipp, bgland24) genau so veröffentlicht:

So soll ein technischer Fehler bei Spotify dahinter stecken. Ob dies den anderen Finalisten nun den Sieg kosten wird, bleibt abzuwarten, so können die Fans heute Abend (03.04.2021) im großen DSDS-Finale noch fleißig für ihren Favoriten anrufen und so die fehlenden Klicks bei Spotify ausgleichen.

Come On, Extratipp, bgland24

Und woher stammt dieser Text? Von RTL, zu erkennen daran, dass die komplett identischen Artikel bei allen drei Medien mit „DSDS (RTL):“ eingeleitet werden. Das hat schon ein Geschmäckle! Und da muss ein Mensch nicht psychisch labil sein, um zu vermuten, dass nun in Wirklichkeit er derjenige war, der einen Nachteil im Finale hatte.

Womit sich Kevin Jenewein trösten kann

Kevin Jenewein hatte sich bereits über den Schnitt beschwert und dass seine Aussagen bei DSDS so einen anderen Sinn bekommen hätten. Und jetzt auch noch diese Aktion von BILD und RTL.

Was Kevin trösten sollte ist, dass alle Teilnehmer von Reality-TV diese Probleme kennen. Die andere Seite ist: Wenn jemand auf eine Frage mit 30 Sätzen antwortet, dann muss das natürlich gekürzt werden. Und dass so eine Zusammenfassung von 20 Worten nicht genau dem entsprechen kann, was mit 200 Worten gesagt wurde, das liegt auf der Hand.

Aber Kevin hat seinen eigenen Song, weit über 100 000 Follower auf Instagram, eine Aufmerksamkeit von Millionen. Das ist ein Erfolg, den die meisten Künstler auch nach 30 Jahren hingebungsvoller Arbeit niemals erreichen werden. Und das ist für einen Künstler eine gute Ausgangsbasis und deshalb verlässt Kevin „DSDS 2021“ nicht mit leeren Händen.

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Die _DSDS_-Finalisten 2021. V.l.: Kevin Jenewein, Starian McCoy, Jan-Marten Block und Karl Jeroboan.
Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Kommentar der Autorin Sigrid Schulz

Bei DSDS hat es tatsächlich schon immer Schummelvorwürfe aller Arten gegeben. Der größte „Schummler“ ist jetzt weg.

Dieter Bohlen hat tatsächlich in vielen Interviews offen eingeräumt, dass er lieber mit Männern arbeitet und konsequent seit Staffel 1 über Jahrzehnte Kandidatinnen gemobbt, damit sie seinen männlichen Favoriten nicht gefährlich werden konnten.

Das ist ekelhafter Sexismus und es ist nicht zu fassen, dass bis heute Sexismus völlig akzeptiert ist. Sexismus hat übrigens nichts mit Sex zu tun, sondern bedeutet, dass Menschen wegen ihrem Geschlecht benachteiligt werden.

Um die Dramatik einmal deutlich zu machen:

Wenn sich ein Juror offen rassistisch zeigen würde, wenn er sagen würde, ich arbeite lieber mit weißhäutigen Menschen, dann wäre er zu Recht sofort weg vom Fenster. Oder wenn ein Juror sagen würde, ich arbeite nicht gerne mit Juden oder Moslems. Es wäre inakzeptabel.

Und wenn in einer Castingshow, der Chefjuror, der auch die Siegersongs produziert, ganz klar sagt, dass er lieber mit Männern arbeitet und in 17 Staffeln auch fast ausschließlich Männer gepusht hat, dann ist ebenfalls völlig inakzeptabel!

RTL hat viel zu lange zugeschaut und sollte deshalb jetzt auch endlich einmal eine Frau zur neuen Chefjurorin von „DSDS 2022“ machen!

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