Diese Grenze wurde (glücklicherweise!) noch nie überschritten! Oder geht der Fake noch viel weiter als alle sich vorstellen können?
Ist der Skandal bei „Bad Boyfriends“ vor der Kamera nur die Spitze des Eisbergs? Und ist jetzt damit jetzt das gesamte Reality-TV bedroht?
Ein Kommentar zum Format „Bad Boyfriends“ der Autorin Sigrid Schulz
Im neuen Format „Bad Boyfriends“ hat die Eskalation im Reality-TV eine neue Spitze erreicht. Geschehen hier jetzt etwa umstrittende Taten völlig hemmungslos vor der Kamera? Und wenn ja, was geschieht dann erst, wenn die Kamera nicht dabei ist?
Es ist eine Situation, die wohl alle Menschen, die Reality-TV gerne sehen, in einen Zwiespalt bringt: Dürfen solche Sendungen überhaupt noch durch das Anschauen unterstützt werden?
In diesem neuen Format hat der ehemalige „Sommerhaus der Normalos“-Kandidat Maki jetzt gleich mehrfach Grenzen überschritten. Grauenhaft!!! Aber das, was jetzt in der aktuellen Folge passiert, ist extrem schockierend und wirft so viele Fragen auf, dass sie wohl für die Diskussion um Reality-TV sehr wichtig werden können und müssen.

Bad Boyfriends: Was passiert eigenlich hinter der Kulissen?
Ganz kurz zusammengefasst, für alle, die die Szene noch nicht gesehen haben: Direkt vor Makis Drohung (?) vor der Nominierung an seine Mitkandidaten, wurde gezeigt, wie seine Freundin Michelle sagt, dass Maki seinen Job für eine eventuelle Reality-Karriere bereits gekündigt habe. Und das, was Maki dann sagt, klingt wie definitiv wie eine unverhohlene, bedrohliche Warnung an alle anderen Männer:
Wer mich wählt, sage ich euch ganz ehrlich, der verwehrt mir gerade etwas ganz Großes. Und wenn mir jemand etwas Großes wegnimmt, dann habt ihr ein ganz großes Problem.
Das sagt Maki knallhart und in der Sendung zeigt sich, dass die anderen Männer diese Worte auch als Drohung empfunden haben.
Aus meiner Sicht wird an dieser Stelle eine gefährliche Grenze überschritten. Es darf nicht sein, dass Nominierungen durch Drohungen verhindert oder beeinflusst werden!
Dagegen gibt es nur ein einziges Mittel: Alle Sender müssen darauf verzichten bestimmte „Red Flags“ zu engagieren. Und klarstellen, dass das auch für alle anderen zukünftigen Fälle gelten wird: Egal wer und wann, ob vorher oder währenddessen oder wann auch immer, wer mit diesen Mitteln arbeitet, ist endgültig raus!
„Bad Boyfriends“ oder „Bad Maki“ darf nicht Schule machen
Ich würde mir sehr wünschen, dass moralische Standards auch im Reality-TV gelebt und geschätzt werden.

Foto: RTL / Pascal Bünning
Mir wird übel bei dem Gedanken, dass die Kandidaten, die sich ja meist schon vor einem gemeinsamen Format kontaktieren, sich vielleicht gegenseitig einschüchtern und bedrohen. Wer weiß in wie vielen Formaten das schon passiert ist und wie dieses Wissen für uns Zuschauer völlig unverständliche Nominierungs-Entscheidungen oder ähnliches erklären würde.
„Bad Boyfriends“ kann auf RTL+ gestreamt werden. Über eine eventuelle Ausstrahlung im TV ist bisher nichts bekannt.
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