Martin Rütter ist sowohl Hundetrainer als auch Comedian. In seinen Shows gibt es daher ein Doppelpack: Lachen und Lernen. Aktuell steht Silvester wieder vor der Tür. Viele Tierbesitzer wissen: Das wird für ihre Lieben der pure Horror. Dazu kommt, dass sich die umweltverschmutzende, sinnlose Knallerei nicht nur auf die eine Nacht beschränkt. Sobald der Verkauf eröffnet ist, knallt es an allen Ecken und Enden.
Laut Martin gibt es für Hundebesitzer nur eine wirkliche Lösung. Und das ist ein gezieltes Training. Und dieses Training sollte im Januar beginnen. Das würde er und sein Team selbst auch in allen Schulen so anbieten:
Aber wenn du im Januar ausschreibst, bereite den Hund auf Silvester vor, kommt keiner. Deshalb schreiben wir es immer im Dezember aus.
Für alle Besitzer von ängstlichen Hunden, die gerne Silvester feiern wollen, hat Martin eine schlechte Nachricht:
Es ist wirklich ein banaler Tipp, aber bitte lass den Hund nicht allein.
Manche würden nicht darüber nachdenken und glauben, sie könnten sowieso nicht helfen. Das sei ein Irrtum, so Martin:
Doch, du bist eine emotionale Hilfe. Auf keinen Fall den Hund alleine lassen!
Unfassbar: Nur wenige Prozent böllern, weit über 50 Prozent der Menschen sind ganz klar dagegen. Die Petition der „Gewerkschaft der Polizei“ hat aktuell rund 2,4 Millionen Unterschriften. Wer noch nicht unterschrieben hat, hier geht es zur Petition der „Gewerkschaft der Polizei“: Klick
Seinen Rat zu Silvester gab Martin am Montagmorgen im SAT.1-Frühstücksfernsehen und dort beantwortete er auch weitere Zuschauerfragen.

Tipps von Hundeprofi Martin Rütter
Aktuell plant Martin bis 2028 eine riesige Abschiedstournee. Danach will er sich voll und ganz seinem Tierschutzverein „Adoptieren statt Produzieren“ widmen, den er selbst gegründet hat. Martin will gegen den Wahnsinn ankämpfen, dass ständig neue Hunde in Massen gezüchtet werden, während die überfüllten Tierheime verzweifeln.
Deshalb wird Martin gefragt, warum manche Menschen den Eindruck haben, dass die Tierheime gar keine Hunde vermitteln wollen. Das müsse von zwei Seiten gesehen werden, so Martin:
Dass ein Tierheim sehr genau abfragt, wo geht der Hund hin, das finde ich total richtig, weil die wollen ja nicht mehrfach vermitteln. (…) Da kann es auch mal sein, dass du es aushalten mussten, dass es heißt, nein, für dich ist heute keiner dabei.
Trotzdem habe er auch erlebt, dass manchmal die Liste, der zu erfüllenden Anforderungen absurd sei, so Martin. Ein Beispiel sei die Forderung, dass ein Garten Voraussetzung sei:
Hunde brauchen keine Gärten. Für uns ist das bequem. Der Hund braucht das nicht. Du kannst in einer 40-Quadratmeter-Wohnung zwei Doggen halten, das ist kein Problem, du musst sie nur draußen beschäftigen.
Auch die Forderung, dass ein Hund keine drei Stunden alleine bleiben soll, findet Martin übertrieben.
Es ist vielleicht nicht cool. Aber ich geb den doch lieber dahin, wo er fünf Stunden am Tag alleine sein muss, aber er sitzt nicht mehr in diesem Käfig.
Auch dass viele Tierheime alten Menschen keine Hunde mehr geben, hält Martin für komplett falsch. Da würde es heißen, ja was ist, wenn dieser Mensch stirbt. Er halte dagegen, dass es eine Gruppe gebe, die Zeit habe und das seien Rentner.
Das heißt, einem 70-Jährigen einen Hund in die Hand zu drücken, ist doch eine Win-Win-Win-Win-Situation.
Die Tendenz gehe aber auch immer mehr dahin, dass Tierheime sich für die Oldies öffnen.

Martin Rütter zur Hundesteuer
Bei dem Vorschlag einer Zuschauerin, dass die Hundesteuer auch den Tierheimen zukommen sollten und nicht für Straßenbau oder Ähnliches verwendet werden, verblüfft Martin den Moderator damit, dass er in diesem Thema ganz tief drin sei. Er habe sogar unter anderem dazu einen Vortrag im Bundestag gehalten, so Martin. Das Problem sei, dass eine Steuer nicht zweckgebunden sein dürfe. Auf der anderen Seite stehen es aber den Kommunen frei, die Hundesteuer für Tierheime zu verwenden:
Geht in die Kommunen und redet mit denen darüber.
Praktischer Trainingstipp von Martin Rütter
Bei einer Frage ging es um einen Hund mit Angst vor der Müllabfuhr. Der Rat von Martin: Nicht warten, bis die Müllabfuhr kommt. Sondern immer an den anderen Tagen zur Mülltonne gehen. Dort gibt es dann etwas Leckeres. Und ganz vorsichtig kann angefangen werden, auf den Deckel zu klopfen. Natürlich kein Riesenknall, das habe einen gegenteiligen Effekt. Bei ganz langsamer Steigerung gehe die Angst mit der Zeit weg.
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