Frauke Ludowig zieht einen erstaunlichen Schluss aus dem RTL+-Interview „Der Fall Gil Ofarim“
Ein Kommentar der Autorin Sigrid Schulz
Bei „Der Fall Gil Ofarim“ wird über 50 Minuten ein Gespräch zwischen Gil und Frauke Ludowig gezeigt. Die erfahrene Journalistin und Exclusiv-Moderatorin stellt dabei sehr geschickt und hartnäckig Fragen und zieht am Ende ein erstaunliches Fazit.
Frauke sagt, dass ihre Frage, wer Gil Ofarim wirklich sei, auch in diesem langen Interview nicht beantwortet worden sei. Eine Frage, die sie nicht nur Gil, sondern auch sich selbst gestellt habe.
Und ich fand es erstaunlich, weil er konnte diese Frage selber gar nicht beantworten.
Gil habe geantwortet, da müsse sie andere Fragen, so Frauke. Aber sie habe doch ihn fragen wollen, wie er sich sehe, wo er stehe, wer er sei.
Mein Eindruck ist irgendwie: Vielleicht weiß er das selber noch gar nicht so 100-prozentig genau. Vielleicht hat auch er, sich noch nicht wirklich durchschaut.
Ich finde, diese Einschätzung könnte tatsächlich erklären, woher die vielen Widersprüche bei Gil kommen. In dem Interview ist er, wie im Dschungelcamp, immer vorsichtig. Er spricht Themen an und weigert sich dann aber in die Tiefe zu gehen, verweist auf seine Privatsphäre.
Auf der anderen Seite gibt er dann doch Ungeheuerliches aus seinem Privatleben preis. Besonders dramatisch ist seine Schilderung von der „Let’s dance“-Zeit. Da habe er viel trainiert, aber in dieser Zeit sei auch seine Tochter zur Welt gekommen. Er sei stundenlang mit der Tochter auf dem Arm durch das Haus gelaufen. Und gleichzeitig sei genau zu dieser Zeit sein Vater ins Koma gefallen. So dass er neben Training und Tochter auch ständig im Krankenhaus am Bett seines Vaters gesessen habe. Er habe mit Abi Ofarim geredet und gehofft, dass der Vater seine Anwesenheit wahrnehme.
Das sind ja schon sehr intime Einblicke. Gil erzählt auch, dass es in dieser Zeit seine Ex-Frau Verena Ofarim gesundheitliche Probleme gehabt habe. Weigert sich dann aber näher darauf einzugehen, obwohl er selbst dieses Thema doch angesprochen hatte.

Das Mosaik Gil Ofarim ergibt jetzt ein ganzes Bild
Die Einschätzung von Frauke erinnert mich an die Aussage seines Anwalts. Der hatte gesagt, dass Gil in seinem Leben viel Antisemitismus erlebt habe. Und es gebe das Phänomen, dass die Erinnerung des Menschen nicht mit dem tatsächlichen Geschehen übereinstimmen muss. Er halte es für möglich, so der Anwalt, dass Gil in dem Hotel wirklich geglaubt habe, dass er wegen seinem Davidstern schlecht behandelt wurde.
Ausführlich nachzulesen hier:
Jetzt packen Gils Anwalt & ein Richter aus – Spannende Fakten
Ich denke, dass Gil sich möglicherweise weigert, vor sich selbst einzugestehen, was er da getan hat. Denn laut den Zeugen und Markus W. hatte Gil den Hotelmitarbeiter sofort angepöbelt und einen Verriss auf Social Media angekündigt. Deshalb hatte W. entschieden, dass Gil nicht einchecken darf. Vielleicht will Gil, nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern auch vor sich selbst, die Möglichkeit erhalten, dass der wahre Grund für sein Video doch Antisemitismus war.
Für diese Möglichkeit spricht auch der Alkoholkonsum, den Gil, nach eigener Aussage, nach dem Vorfall exzessiv betrieben hatte. Denn Alkohol ist ja eine Droge, mit der Menschen versuchen zu vergessen und zu verdrängen.
Es wird interessant sein zu sehen, was Gil jetzt aus seinen Möglichkeiten machen wird. Es wird ja gemunkelt, dass er bald im nächsten Reality-Format zu sehen sein werde. Das glaube ich nicht. Ich denke, Gil wird wirklich versuchen, seine Karriere als Musiker, Schauspieler und Sprecher wiederaufzunehmen. Und im Reality-TV werden wir ihn nur wiedersehen, wann dieser Versuch scheitert.

Ausschnitte des Interviews wurden am Sonntag bei Exclusiv-Weekend gezeigt. In voller Länge kann das Interview nur auf RTL+ gestreamt werden.
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